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Doğan Akhanlı: FASIL

Yurtdışında yaşamak zorunda kalan devrimci bir baba, orada büyümüş bir oğul ve fasılın fasıl gibi çalındığı bir mekan…
Baba, sanat müziğini, hem de bütün makamlarını iyi bilecek kadar çok seviyor. Klasik müzik aletleriyle yakından ilgili.
Artık bir yetişkin olan oğul meraklı. Babasının yüzüne dikkatle bakıyor. Onun yıllar önce yaşadığı ve kendisini de doğrudan etkileyen olayları bizzat ondan dinlemek istiyor. Hiç konuşmuyor, soru sormuyor. Bu arzusunu bakışlarıyla anlatıyor. Baba bunun farkında. Yıllardır sakladığı öyküsünü oğluyla paylaşıyor. Abartısız, sade, sıcacık ve duru bir dille… Babanın anlattıklarını bazen gülerek, bazen hüzünlenerek biz de dinliyoruz…
Ve ömrünü karanlık sorgu odalarında geçirmiş bir polis şefi…. Bunu görevi adediyor, bir eksiklik hissetmiyor insan olarak. O da sanat müziğini çok seviyor, hem de icra ettiği ‘sorgu’ görevinin aşamalarına makam adlarını verecek kadar… Onun hikayesini de kendi ağzından dinliyoruz. Bazen öfkelenerek, bazen de acıyarak…
Telos Yayıncılık, Istanbul 2010

„FASIL“ – so nennt man in der höfischen osmanischen Kunstmusik eine Aufführungsabfolge, die aus einem Wechsel von instrumentalen und gesungenen Stücken besteht. Auf klassischen Instrumenten, häufig im Duett gespielt und gesungen, folgt sie strengen Regeln und hat dennoch Eingang in die Volksmusik gefunden.
Der Protagonist des Romans “Fasil“ ist ein Linksintellektueller, der im Ausland leben muss, Vater eines dort aufgewachsenen Sohnes.

Er liebt die klassische FASIL, die noch so gespielt wird, wie es sich gehört, und kennt sich mit allen ihren Tonarten aus, mit den klassischen Musikinstrumenten, mit den Feinheiten des Spiels …
Sein erwachsener Sohn beobachtet all dies mit Neugierde. Aber er möchte von seinem Vater wissen, was ihn überhaupt ins Ausland getrieben hat, was da vor Jahren geschehen ist und unmittelbar auch mit ihm zu tun haben muss. Er stellt seinen Vater nicht zur Rede, er stellt keine Fragen. Seinen Wunsch legt er in seinen Blick. Schließlich vertraut ihm sein Vater an, was er jahrelang für sich behalten hat. In einer wahrhaftigen, schnörkellosen, warmen und klaren Sprache. Mal lachend, mal weinend hören wir Leser diese Geschichte …
Das Gegenüber dieses Mannes ist ein Polizeichef, der sein Leben in finsteren Verhörräumen verbrachte. Der dies für seine Pflicht hält und nicht an der eigenen Menschlichkeit zweifelt. Auch er liebt die Kunstmusik und zwar so sehr, dass er die Stadien seiner “Verhöre”, die er pflichteifrig durchführt, nach der kunstvollen Abfolge der FASIL benennt. Auch seine Geschichte hören wir. Von ihm selbst. Mal voller Wut, mal voller Mitgefühl hören wir sie …
Dogan Akhanli thematisiert in FASIL das unbarmherzige polizeiliche Verhör – erlebt in den finsteren Zeiten der türkischen Diktatur, nicht anders jedoch erlebt in allen Staaten der Welt, in denen die Folter eingesetzt und als legitimes Mittel der Wahrheitsfindung gerechtfertigt wird. Oder in denen sie als legitimes Mittel polizeilichen Handelns erneut in Anschlag gebracht werden soll …

Doğan Akhanlı: Die Richter des Jüngsten Gerichts

„Ihr Buch ist ein literarisches Meisterwerk, poetisch und schön …“
Edgar Hilsenrath

„… zwei Familien: die von Senem Hatun aus Erzurum und die von Howhannes Garabet aus Istanbul. Dazwischen gibt es zentrale Szenen der führenden historischen Täter, vor allem Envers und Talat Paschas. Drittens wird ein ebenso kostbarer wie dünner Faden von Überlieferung und Empathie während der Nachgeschichte durchs 20. Jahrhundert gesponnen.
Das Geschehen entfaltet sich räumlich zwischen dem Nordosten der Türkei, den vielen Orten des Grauens von 1915 und Istanbul und Izmir im Westen; am Rande tauchen noch Tiflis und Berlin auf, als Orte von Rache-Attentaten auf geflohene Täter.
Ein „Ich“ erfährt seine armenische Identität und Herkunft, nämlich von genau jenen beiden vom Genozid unmittelbar betroffenen Familien, durch einen Türken namens Ümit Bey. Dieser arbeitet gegen die herrschende Amnesie die Genozid-Geschichte individuell auf. Dabei steigern sich seine Recherchen … …“

Rezension von Norbert Mecklenburg – Flyer zum Buch (*pdf) des Kitab-Verlags

Deutsch

Romane (türkisch):

•    Fasıl. Telos Verlag, Istanbul 2010 [Fasıl]

•    Babasız Günler. Turkuvaz Verlag, Istanbul 2009 [Tage ohne Vater]

Madonna’nın Son Hayali. Kanat Verlag, Istanbul 2005 [Der letzte Traum der Madonna]

•    Gelincik Tarlası. Belge Verlag, Istanbul 1999 [Das Mohnblumenfeld]

•    Kıyamet Günü Yargıçları. Belge Verlag, Istanbul 1999 [Die Richter des Jüngsten Gerichts]

•    Denizi Beklerken. Belge Verlag, Istanbul 1998 [Warten auf das Meer]

… … (Liste Publikationen Rezensionen deutsch: Pdf)

Zum Lesen:

Doğan Akhanlı (2010): SIBIRIEN (*pdf):

Endlich bin ich in Istanbul, bin aus dem Flieger ausgestiegen und gehe zur Passkontrolle. Ein wenig aufgeregt bin ich auch. Beinahe 20 Jahre ist es her, dass ich zuletzt hier war. Ausgestiegen bin ich als erster, aber ich verlangsame meine Schritte, um nicht als erster an der Kontrolle zu sein.
Ich zeige meinen Pass vor. Mein Personalausweis ist ebenfalls in der Tasche. Vorzeigbereit.

- Doğan Bey, haben Sie auch Ihren türkischen Ausweis dabei?, fragt mich der Beamte, der meinen Pass am Computer überprüft.
- Nein. Ich bin deutscher Staatsbürger. Aus der türkischen Staatsbürgerschaft hat man mich rausgeworfen.
- Nein, efendim. Man hat Sie sicher nicht rausgeworfen. So etwas gibt es nicht. Man wird nicht aus der Staatsbürgerschaft rausgeworfen.
- Ich schon. Offiziell. Mit dem Urteil des Ministerrats. Vor 12 Jahren … …“

Doğan Akhanlı (2008): Die Fremde und eine Reise im Herbst (*pdf):

Wann immer die Worte “Mutter, “Heimat” oder “Heim” ausgesprochen werden, lange ich nach den roten Winteräpfeln. So war es auch, als ich “Der letzte Traum der Madonna” schrieb. Als ob ich keinen Roman schreiben würde, sondern den Geruch der schwarzen Odessatrauben, des Wacholders, der Maulbeer- und Kirschbäume, der Rosen, Fichten und Sauerkirschen; die vor dem Dorf gelegene Flachebene, die sie von hinten mit ihren Armen umschlingenden zwei tiefen Täler, die aus den Tälern fließenden Bäche – einer murmelnd, der andere still -; die Hügel, an die sich das Dorf lehnt, der Berg Kemera gegenüber, etwas weiter entfernt Sahara-Berg, die noch viel weiter entfernten einsamen Fichten, die Tatzenabdrücke der in den Zeiten irrenden und ihre Höhlen verlassenden Bären; das Heulen der Wölfe, die mit Leuchtkäferaugen ins Dorf herab kommen, zum Geruch der Mutter hinzufüge und tief in meinen Lungen aufnehme, um “die Fremde” in mir herauszureißen. … …

Doğan Akhanlı (2001): Reisewege und Alpträume (*pdf):

Endlich bin ich in Berlin! Endlich werde ich meinen Fuß in die Stadt setzen, die dem 20. Jahrhundert ihren Stempel aufgedrückt hat! Der Zug fährt gleich in den Bahnhof Zoo ein. Ich bin über vierzig, aber aufgeregt. Wie allen Türken ist auch mir der Satz bekannt, der als Fußnote in unseren Geschichtsbüchern steht: “Talaat Pascha wurde am 15. März 1921 in Berlin von einem kriminell veranlagten Armenier ermordet”. Und weil wir Türken für Fragen und Details nicht viel übrig haben, interessierten mich bislang Fragen wie die folgenden nicht wirklich: “Was hatte der Osmanische Großwesir und Innenminister der Jahre des Ersten Weltkrieges, der mächtige ‘Organisator’ von ‘Ittihat und Terakki ’, in Berlin zu suchen?” … …

Doğan Akhanlı (2000): Rote Ampeln, Autofahrer und „barış“ (*pdf):

Obwohl seine Haare lang sind und meine schütter, hab ich das İsmail nie übel genommen.
Na ja, er isst immer noch kein Fleisch und kann gut Gedichte vortragen. Ich aber schwitze Blut und Wasser, wenn ich nur zwei zusammenhängende Sätze sagen will.
Wir haben beide eine große Schwäche für Wein, Hayyam und sentimentale Filme.

İsmail ist Kurde, ich bin Türke.
İsmail erzählt Wirkliches, Erträumtes und Albträume mit Hilfe von Symbolen. Er formuliert lange, gefühlvolle Sätze, und es bedarf einer ernstlichen Mühe herauszufinden, wo in seinen Worten die Realität beginnt und wo Träume enden. … …

Kürt

• Doğan Akhanlı: Berxwedana temendirej u zaroken benav. – „Rûdaw“, 8 Eylül, 2009

• Doğan Akhanlı: Patasana û Ahmet Ümit.­ – „Rûdaw“, 22 Temmuz, 2009

Türkçe

Romanlar (Türkçe):

•    Fasıl. Telos Yayıncılık, İstanbul 2010

•    Babasız Günler. Turkuvaz Kitap, İstanbul 2009

•    Madonna’nın Son Hayali. Kanat Yayınları, İstanbul 2005

•    Gelincik Tarlası. Belge Yayınları, İstanbul 1999

•    Kıyamet Günü Yargıçları. Belge Yayınları, İstanbul 1999

•    Denizi Beklerken. Belge Yayınları, İstanbul 1998

… … (Liste Yayınlar Eleştiriler türkçe: Pdf)

Doğan Akhanlı (2010): SİBİRYA (*pdf):

Nihayet İstanbul’dayım. Uçaktan inmiş, pasaport kontrolüne doğru yürüyorum. Birazcık heyecanlıyım. Nerdeyse 20 yıl olmuş gelmiyeli. Uçaktan ilk inen kişiyim ama yavaş yürüyorum. Kontrole ilk giren kişi olmayayım.
Pasaportumu uzatıyorum. Kimliğim de cebimde. Sunmaya hazır.
- Doğan Bey, Türk kimliğiniz yanınızda mı?, diye soruyor pasaportumu bilgisayarda kontrol eden memur.
- Yok. Ben Alman yurttaşıyım. Türk vatandaşlığından atıldım.
- Olmaz efendim. Atılmamışsınızdır. Vatandaşlıktan atılmak yoktur.
- Ben atıldım. Resmen. Bakanlar Kurulu kararıyla. 12 sene önce. … …

Doğan Akhanlı (2008): Gurbet ve Sonbahar Yolculuğu (*pdf):

Ne zaman “anne”, “yurt” ve “yuva” gibi kavramlar dile getirilse, ellerim kırmızı kış elmalarına uzanır. Madonna’nın Son Hayali’ni yazarken de öğle olmuştu. Sanki roman yazmıyor, “içimdeki gurbeti” söküp atmak için, elmaları, kara Odessa üzümlerini, ardıç, dut ve kiraz ağaçlarını, gül, çam ve vişne kokularını, köyün önündeki düz ovayı, onu kollarıyla arkadan dolayan iki derin vadiyi, vadilerden akan biri çağıltılı, diğeri çağıltısız dereleri, sırtını dayadığı tepeleri, karşıdaki Kemera, biraz uzağındaki Sahara, çok daha uzağındaki Yalnız Çam dağlarını, zamanları şaşırıp inlerini terk eden ayıların ayak izlerini, ışık böceği gözleriyle köye inen kurt ulumalarını, anne kokusuna ekleyip ciğerlerime çekiyordum. … …

Doğan Akhanlı (2001): Sürgünler ve Kabuslar (*pdf):

Nihayet Berlin’deyim! 20. Yüzyıla damgasını vurmuş, sürekli kendi yıkıntılarından doğmuş, sürekli kendi yıkıntılarını korumuş bir şehre ayak basacağım! Tren, Berlin – Zoologischer Garten istasyonuna varmak üzere. Yaşım 40′ı geçmiş, ama heyecanlıyım. Tarih kitaplarımıza “Talat Paşa’nın 15 Mart 1921 yılında, Berlin’de cani ruhlu bir Ermeni tarafından öldürüldü” şeklinde bir dipnot olarak düşülen bilgiden haberim var. Ama neden Osmanlı sadrazamı, Birinci Dünya Savaşı yıllarının Dahiliye Nazırı ve İttihat ve Terakki’nin güçlü “organizatörü“ Talat Paşa’nın Berlin’e geldiğini, neden yolunun bir Ermeni öğrenciyle kesiştiğini, … …

Doğan Akhanlı (2000): Kırmızı Işıklar, Araba Sürücüleri ve Barış (*pdf):

Onun saçları uzun, benimki dökük olduğu halde, ben İsmail’e hiç kızmadım.
O halen et yemez gerçi, iyi de şiir okur. Ben iki lafı bir araya getirmek için akla karayı seçerim.
İkimiz de şarabı, Hayyam’ı ve acıklı filmleri çok severiz.
İsmail Kürt, ben Türk’üm.

İsmail gerçekleri, düşleri ve kabusları simgelerle anlatır. Uzun, duygulu cümleler kurar ve onun söyleminde gerçeğin nerede başladığını, hayallerinin nerede bittiğini saptamak ciddi bir çabayı gerektirir. … …

English

Novels

In Turkish:

•    Fasıl. Istanbul: Telos Publishers, 2010 [Fasıl]

•    Babasız Günler. Istanbul: Turkuvaz Publishers, 2009 [Fatherless Days]

•   Madonna’nın Son Hayali. Istanbul: Kanat Publishers, 2005 [The Madonna's Last Dream].

•   Gelincik Tarlası. Istanbul: Belge Publishers, 1999 [The Poppy Field]

•   Kıyamet Günü Yargıçları. Istanbul: Belge Publishers, 1999 [The Doomsday Judges]

•   Denizi Beklerken. Istanbul: Belge Publishers, 1998 [Waiting for the Sea]

• … … (list publications recensions English: Pdf)

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