Skip to content

NEWS: Georg-Fritze-Gedächtnis-Gabe an Dogan Akhanlı

Akhanli und Akin – „Am Ende hat das Opfer eine Stimme“

Kölner Stadt-Anzeiger‎ - 21.09.14

Der Schriftsteller Dogan Akhanli und der Filmregisseur Fatih Akin sprechen im Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger über den Film „The Cut“

Laudatio von Fatih Akin anlässlich der Verleihung Georg-Fritze-Gedächtnis-Gabe an Dogan Akhanlı

Rede von Dogan Akhanli anlässlich der Verleihung Georg Fritze Gedächtnis-Gabe

———————————————————————

SATURDAY, SEPTEMBER 27, 2014 THE ARMENIAN MIRROR-SPECTATOR
By Muriel Mirak-Weissbach
Creating a Transnational Memory Space
Dogan Akhanli Honored in Cologne

———————————————————————

Evangelischer Kirchenverband Köln und Region

Vergabe der Pfarrer-Georg-Fritze-Gedächtnisgabe an Dogan Akhanli
„Wir brauchen einen transnationalen Gedächtnisraum“, forderte er in seiner ausführlichen, sehr bewegenden Dankesrede
weiter

Ruhrbarone
„Wir brauchen einen transnationalen Gedächtnisraum“
Der Schriftsteller und Menschenrechtler Dogan Akhanli erhielt am 19.9.2014 in Köln einen Preis der Evangelischen Kirche Kölns. Von unserem Gastautor Uri Degania

Weiter

Hagalil

________________________________________

Laudatio von Fatih Akin anlässlich der Verleihung Georg-Fritze-Gedächtnis-Gabe an Dogan Akhanlı

Rede von Dogan Akhanli anlässlich der Verleihung Georg Fritze Gedächtnis-Gabe

__________________________________________

Laudatio von Fatih Akin

Laudatio von Fatih Akin anlässlich der Verleihung Georg-Fritze-Gedächtnis-Gabe an Dogan Akhanlı

Georg Fritze war ein Vaterlandsverräter und ein Machtverächter. Ein guter Mensch also. Dafür wurde er von den Seinen im Stich gelassen. Ja sogar ans Messer geliefert. Der Kölner evangelische Pfarrer starb deshalb 1939, man darf sagen, an gebrochenem Herzen. An ihn wird heute erinnert wie alle zwei Jahre, wenn die Evangelische Kirche in Köln Menschen und Gruppen ehrt, die sich „für die Opfer von Diktatur und Gewalt einsetzen“.

Laudatio von Fatih Akin anlässlich der Verleihung Georg-Fritze-Gedächtnis-Gabe an Dogan Akhanlı

Rede von Dogan Akhanli anlässlich der Verleihung Georg Fritze Gedächtnis-Gabe

Continue reading ‘Laudatio von Fatih Akin’ »

Freiheit vom Prozess

Für heute, den 4.10.2013, hatte das Gericht in Istanbul eine Entscheidung angekündigt, ob der Prozess gegen Dogan Akhanli wieder aufgerollt wird. Das Gericht hat entschieden, keine Entscheidung zu treffen, sondern hat für den 20.12.13 angekündigt, eine Entscheidung treffen zu wollen. Möglicherweise. Der Haftbefehl gegen ihn bleibt aber in Kraft, das ist entschieden, aber auch darüber wird am 20.12.13 angeblich noch einmal erneut entschieden.
Das Gericht nimmt sich also die Freiheit, nicht zu entscheiden und hält so Dogan Akhanli weiterhin von der Türkei fern. Deshalb hat der “Angeklagte” sich heute selber für die Freiheit vom Prozess entschieden.

Albrecht Kieser

Hier ist seine Erklärung:

Continue reading ‘Freiheit vom Prozess’ »

Mutloses Gericht vertagt Verfahren gegen Akhanli

Presseerklärung

English

Nach knapp einstündiger Verhandlung verkündete das Istanbuler Strafgericht am späten Vormittag des 31.7. 2013, es werde am 4. Oktober weiter über die Anklage gegen Dogan Akhanli wegen seiner angeblichen Teilnahme an einem Raubüberfall im Jahre 1989 verhandeln. Dann wird sich zeigen, ob das Gericht seinen mutlosen Kurs aus der heutigen Verhandlung weiterführt.

Continue reading ‘Mutloses Gericht vertagt Verfahren gegen Akhanli’ »

NEWS: Revisionsprozess gegen Schriftsteller Dogan Akhanli

Pressemitteilung vom 31.07.2013 | Pressefach: Bündnis 90/Die Grünen
Verfahren gegen Dogan Akhanli muss umgehend eingestellt werden

Zur Wiedereröffnung des Verfahrens gegen den türkischen Schriftsteller und Aktivisten Dogan Akhanli erklärt Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

“Der in Köln lebende Schriftsteller Dogan Akhanli, der sich für eine offene Aufarbeitung des Völkermords an den Armeniern in der Türkei einsetzt, wird seit 1989 durch eine offensichtlich politisch motivierte türkische Justiz schikaniert. Trotz eines Freispruchs in einem früheren Prozess, in dem Dogan Akhanli eines Raubmordes beschuldigt wurde, hat die türkische Staatsanwaltschaft das Verfahren heute wiedereröffnet.

weiter

Bundesverband junger Autoren und Autorinnen e.V.
Zum 2. Strafprozess gegen Dogan Akhanli | Bonn, 24.07.13Keinen willkürlichen Anklage gegen Schriftsteller!
weiter

_______________________________________

Knack.de |Schrijver Dogan Akhanli weer slachtoffer van Turkse repressie | dinsdag 06 augustus 2013
In de herfst van 2011 werd de Duitse schrijver van Turkse afkomst Dogan Akhanli door een rechtbank in Istanbul vrijgesproken van de absurde beschuldiging dat hij in 1989 tijdens een roofoverval een moord zou hebben begaan. Maar het Hof van Cassatie in Ankara kwam in februari jongstleden op die vrijspraak terug.
meer
____________________________________________________
Bad Theater in Istanbul: Turkish Court Performs Kafka
News | August 6, 2013 4:10 pm | By Muriel Mirak-Weissbach
Special to the Mirror-Spectator

ISTANBUL — Like any other day in the summer season, on July 31, thousands of tourists were standing in lines in the blistering heat to visit the Hagia Sophia and the Blue Mosque, the Topkapi Palace and numerous other sites here.

read more

____________________________________________________
FAZ- Frankfurter Allgemeine Zeitung | Karen Krüger
Türkisches Justiztheater

____________________________________________________
Frankfurter Rundschau | Günter Wallraff zum Fall Akhanli
“Man weiß nicht, was das Schlimmere ist”

Das Ganze ist eine Farce. Es ist kein rechtsstaatlicher Prozess, sondern es geht darum, die Öffentlichkeit hinzuhalten und später dann die Verurteilung zu vollstrecken, wenn keiner mehr hinschaut. Der Vorsitzende Richter war derselbe wie beim letzten Mal, als dieses Gericht sich durch den Druck der Öffentlichkeit zum Freispruch für Dogan Akhanli entschied. Es ist schon dreist, dass er jetzt argumentiert: Akhanli ist nicht da – das werden wir entsprechend berücksichtigen. Dogan war gar nicht vorgeladen worden!

weiter

____________________________________________________
Deutsche Welle
Türkei: Revisionsprozess gegen Schriftsteller Dogan Akhanli

In Istanbul wurde erneut ein Verfahren gegen den in Köln lebenden türkischstämmigen Schriftsteller Dogan Akhanli eröffnet. Eine Delegation aus Deutschland war zu seiner Unterstützung in die Türkei gereist.

weiter

____________________________________________________
Kölner Stadt-Anzeiger | Uli Kreikebaum
Schriftsteller Wallraff unterstützt Akhanli

Die Türkei will gegen den in Köln lebenden Autor Dogan Akhanli einen internationalen Haftbefehl erlassen. Die Welle der Empörung ist groß: Publizist Günter Wallraff setzt sich weiter für den Verfolgten ein, Berlin signalisiert Unterstützung.

weiter

Türkei – Müssen Beschuldigte ausgeliefert werden?

____________________________________________________
SZ- Süddeutsche Zeitung

Er sieht sich als Spielball türkischer Interessen: Eineinhalb Jahre nachdem der Kölner Autor Dogan Akhanli vom Vorwurf des Raubes und Totschlags freigesprochen wurde, muss er sich nun erneut vor Gericht verantworten. Unterstützung erhält er von der deutschen Politik.

weiter

____________________________________________________
publikative.org | Uri Degania
Erneuter politischer Prozess gegen den Schriftsteller Dogan Akhanli

Teile der türkischen Justiz scheinen sehr darum bemüht, ihren schlechten Ruf zu bestätigen. Gestern, am 31.7., sollte eine Neuauflage des Prozesses gegen den international renommierten Schriftsteller und Menschenrechtler Dogan Akhanli stattfinden. Die Prozesseröffnung – die Dogan Akhanli gemeinsam mit Freunden von seiner Kölner Wohnung aus verfolgte – wurde von einer internationalen, 20-köpfigen Delegation unter Federführung des in der Türkei sehr bekannten Schriftstellers Günter Wallraff sowie mehrerer Politiker und Juristen beobachtet. Auch das deutsche Konsulat, das Akhanli bereits vor drei Jahren unterstützt hatte, war bei der Prozesseröffnung anwesend.

weiter

____________________________________________________
taz.de

Justiz in der Türkei

____________________________________________________
Die Zeit
Türkisches Gericht will deutschen Autor Akhanli verhaften lassen

weiter

____________________________________________________
Fokus
Erneut Verfahren gegen Autor Dogan Akhanli

weiter

____________________________________________________
DIE WELT
Neuer Prozess gegen Akhanli


____________________________________________________
n-tv.de NACHRICHTEN

Türkischstämmiger deutscher Autor: Türkisches Gericht will Akhanli verhaften

____________________________________________________
neues deutschland

Machtspiele

____________________________________________________
Berliner Zeitung
Türkei – Romancier in Gefahr

Gegen den Kölner Schriftsteller und Menschenrechtler Dogan Akhanli hat ein türkisches Gericht am Mittwoch einen internationalen Haftbefehl verhängt.
weiter

_________________________________________________
Düsseldorfer Abendblatt

Verfahren gegen Doğan Akhanlı muss umgehend eingestellt werden
“Der in Köln lebende Schriftsteller Doğan Akhanlı, der sich für eine offene Aufarbeitung des Völkermords an den Armeniern in der Türkei einsetzt, wird seit 1989 durch eine offensichtlich politisch motivierte türkische Justiz schikaniert.

weiter

_________________________________________________
Tages-Anzeiger Online
Türkisches Gericht will deutschen Autor verhaften lassen
Ein türkisches Gericht entschied heute zum Auftakt eines neuen Prozesses, der in Köln lebende Dogan Akhanli solle in die Türkei gebracht werden, um sich wegen des Vorwurfs des Raubmordes zu verantworten, wie der Anwalt des Autors, Ercan Kanar, weiter

_________________________________________________
Stimberg Zeitung
Erneut Verfahren gegen Autor Akhanli in der Türkei

Das Gericht habe einen internationalen Haftbefehl gegen ihn verhängt, sagte Akhanli in Köln der Nachrichtenagentur dpa.

weiter

_________________________________________________
Berner Zeitung
Türkisches Gericht will deutschen Autor verhaften lassen

weiter

_________________________________________________
aprioripost | K. Schampaul

Interview mit dem Menschenrechtler und Kölner Schriftsteller Dogan Akhanli am 24.07.2013 im Stadtgarten-Köln

_________________________________________________
Europe Online Magazin ‎

Wallraff fordert Westerwelle zur Unterstützung Akhanlis auf
Istanbul (dpa) – Vor Beginn des Revisionsprozesses gegen den türkischstämmigen Kölner Autor Dogan Akhanli in Istanbul hat der Journalist Günter Wallraff Unterstützung der Bundesregierung gefordert. «Hier wäre unser Außenminister (Guido Westerwelle) weiter

_________________________________________________
Deutschlandradio

In Istanbul beginnt morgen der zweite Strafprozess gegen den deutsch-türkischen Menschenrechtler und Schriftsteller Dogan Akhanli. Das Verfahren wegen Raubmordes sei politisch motiviert, meint der Journalist Günter Wallraff, der als Prozessbeobachter …weiter

_________________________________________________
Ad-Hoc-News (Pressemitteilung) – ‎31.07.2013‎

Türkei will deutschen Autor Akhanli verhaften lassen Istanbul (AFP). Ein Gericht in Istanbul will einen internationalen Haftbefehl gegen den türkischstämmigen deutschen Autor Dogan Akhanli beantragen. weiter

Recherche International e.V.
Kontonummer 238 120 43
BLZ 370 501 98
Stichwort: Prozess Akhanli

Heimspiel in Istanbul |31. Juli (Temmuz) | Saat: 9.30 h

Der Prozess / Duruşma)| 31. Juli (Temmuz) | Saat: 9.30 h| Istanbul Adalet Sarayı, Çağlayan

Presseerklärung und Einladung zur Pressekonferenz in Istanbul
Strafprozess gegen Dogan Akhanli | Kein lebenslanges Missverständnis!
weiter

Türkçe: Günter Wallraff: Vahim bir Komedi

English: Criminal Proceedings against Dogan Akhanlı

Erneuter Prozess am 31.07.2013 gegen Dogan Akhanli – Gerechtigkeit 2.0!
aprioripost | 7.7.13 | von K. Schampaul

Heimspiel in Istanbul | 5. Juli, 19.30 | Alte Feuerwache, Köln

Erneuter Prozess gegen Dogan Akhanli

Sie können es nicht lassen. Selbst wenn sie sich, wie eine durchgedrehte Katze, in den eigenen Schwanz beißen:

Die obersten Revisionsrichter der Türkei haben im Februar 2013 den Freispruch gegen den Kölner Schriftsteller und Menschenrechtler Dogan Akhanli aufgehoben und einen zweiten Prozess angeordnet. Der findet am 31. Juli in Istanbul statt und soll mit lebenslanger Haft enden – sagen die Visionsrichter.

Er wird mit einem zweiten Freispruch enden – sagen wir.

Denn die zweite Anklage entbehrt genauso wie die erste jeder Grundlage. Es gibt keinen einzigen Beweis, Dogan Akhanli habe 1989 einen Raubüberfall begangen. Alle Zeugenaussagen entlasten den zu Unrecht Beschuldigten. Die Staatsanwaltschaft und die grauen Herren aus Ankara stehen mit ihrer Konstruktion völlig allein. (Nähere Infos unter: www.gerechtigkeit-fuer-dogan-akhanli.de)

Schon jetzt laden wir Euch deshalb zu einer Feier für die Freiheit ein.

Am 5. Juli, 19.30 Uhr im Großen Saal der Alten Feuerwache in Köln:

* Berichte und Gespräche über den demokratischen Aufbruch in der Türkei
* Das erzwungene Exil – ein Beitrag von Dogan Akhanli
* Den juristischen Stand des Prozesses erläutert Rechtsanwalt Ilias Uyar
* Aus seinem Fatihland stößt Fatih Cevikkollu zu uns

* Lifemusik gibt’s gratis dazu.

Gerechtigkeit 0.2!

als PDF | als JPG

Eine neue Runde – oder: Wie sich eine juristische Katze in den eigenen Schwanz beißt

Eine neu Runde- als pdf

Das türkische Revisionsgericht in Ankara hat den Freispruch von Dogan Akhanli im Februar 2013 “kassiert” (s. Presseerklärung vom 17.4. 2013)

In einem Schnellverfahren hat das Gericht – gegen das Votum des obersten Staatsanwalts – verkündet, das Verfahren gegen Dogan müsse neu aufgerollt werden und habe mit einer Verurteilung zu lebenslanger Haft zu enden. Die Tatsache, dass in der mündlichen Verhandlung im Dezember 2010 alle angeblichen Belastungszeugen Dogans Unschuld beteuert und die Strafverfolgungsbehörden, besonders die Polizei, der Folter und der Manipulation von Aussagen angeklagt haben, sei – so das Gericht – nicht von Belang. Ausschließlich die Polizeiprotokolle von 1989/1992 und die z.T. unter Folter zustande gekommenen Aussagen darin seien zur Grundlage des künftigen Urteils zu machen.

Das vom Revisionsgericht erzwungene Verfahren ist mittlerweile terminiert, vor derselben Kammer in Istanbul, die Dogan im Dezember 2010 freigelassen und ein knappes Jahr später freigesprochen hat.

Wir werden zahlreich und prominent an diesem Verfahren teilnehmen.

Zahlreiche Mitglieder der Delegation von 2010, unter ihnen Günter Wallraff, haben bereits zugesagt. Wir werden heute in ähnlicher Weise argumentieren wie vor zweieinhalb Jahren, möglichst bereits auf einer Vorabendveranstaltung in Istanbul, auf jeden Fall auf einer Pressekonferenz kurz vor Prozessbeginn, draußen vor dem Gerichtsgebäude und sicherlich auch nach dem Termin.

Dogan wird an diesem Verfahren nicht teilnehmen. Wir werden an seiner Stelle auftreten und uns auch geeignete Mittel einfallen lassen, das kenntlich zu machen. Unsere Forderung ist:

Gerechtigkeit und ein erneuter Freispruch für Dogan Akhanli

Was bedeutet dieser Prozess und was sind unsere nächsten Schritte?

1. Das Revisionsurteil richtet sich gegen einen Schriftsteller, der vom Austausch mit seinem Herkunftsland lebt, wie dieses Land vom Austausch mit ihm und anderen Intellektuellen lebt. Die Revisionsrichter wollen diese produktive Kommunikation ersticken. Ein peinliches, engstirniges und brutales Vorgehen.

2. Das Urteil ist kein Einzelfall. Es ist die faule Frucht einer Rachejustiz, die alle diejenigen wegsperren oder außer Landes treiben will, denen selbständiges und selbstbewusstes Nachdenken über die Tragik und Dramatik der gegenwärtigen und historischen staatlichen Gewaltexkesse nicht auszutreiben, auszuprügeln und wegzufoltern ist.

3. Tausende von Kurden, von Journalisten, Politikern, Anwälten und Künstlern sind in der Türkei inhaftiert. Wir verstehen unser Eintreten für einen erneuten Freispruch von Dogan auch als Akt der Solidarität für all diese zu Unrecht Gefangenen.

4. Wir wissen, dass diese Rachejustiz nicht den gesamten Justizapparat der Türkei beherrscht. Aber ihr Einfluss ist groß, bedrohlich und muss international skandalisiert werden.

5. Wir wollen hier in Deutschland, gegenüber den Medien, gegenüber staatlichen und städtischen Stellen und gegenüber den türkischen Behörden klar machen, dass das Revisionsurteil ein weiterer Versuch ist, einen Menschenrechtler und Kritiker des türkischen Nationalismus mundtot zu machen und ihn in ein zweites Exil zu zwingen. Das ist für Dogan persönlich bitter und ungerecht – ebenso ist es ein Armutszeugnis gewisser Teile der türkischen Justiz, das an Lächerlichkeit grenzt, wenn es nicht derart fatale Folgen hätte.

6. Wir brauchen erneut finanzielle Unterstützung für die Prozessführung und für unsere Öffentlichkeitsarbeit. Bittet spendet auf das Konto von Recherche International, Stichwort Akhanli, Kontonummer 238 120 43, BLZ 370 501 98. Die Spenden sind steuerabzugsfähig.

als pdf

Ein Un-Rechtsspruch, süßer als Baklava

Presseerklärung
17. April 2013

als PDF

Ein Un-Rechtsspruch, süßer als Baklava
Revisionsgericht will Dogan Akhanli lebenslang verurteilt wissen

Im 12. Oktober 2011 wurde der türkischstämmige Schriftsteller und deutsche Staatsbürger Dogan Akhanli von einem Istanbuler Gericht vom Vorwurf eines Raubüberfalls und eines Raubmordes freigesprochen, den er im Oktober 1989 begangen haben sollte. Der Protest der demokratischen Öffentlichkeit in Deutschland, der Türkei und in anderen Ländern hatte diesem Spruch ins Leben verholfen – die absurde Konstruktion des Staatsanwaltes, der ohne jeden Beweis einen kritischen Intellektuellen hinter Gittern bringen wollte, war damit wie ein Kartenhaus zusammengefallen.
Continue reading ‘Ein Un-Rechtsspruch, süßer als Baklava’ »

Freispruch am vierten Verhandlungstag

Am vierten Verhandlungstag (12. Oktober 2011) des Prozesses gegen Doğan Akhanlı hielt die Verteidigung ihr Plädoyer. Die Verteidiger Haydar Erol, Sennur Baybuga und Ercan Kanar arbeiteten darin die Ungereimtheiten des Falles nochmals detailliert auf. Die Söhne des Opfers hatten schon vor Gericht ausgesagt, dass Akhanlı nicht der Täter sei. Dies hatte die Staatsanwaltschaft jedoch nicht davon abgehalten, am 3. Verhandlungstermin die Verhängung einer erschwerten lebenslangen Freiheitsstrafe zu beantragen.

Das Gericht ist in seiner Entscheidung dem Antrag der Verteidigung vollumfänglich gefolgt und hat Doğan Akhanlı freigesprochen.

“Der Spuk ist vorbei”, befand Verteidiger Haydar Erol nach der Urteilsverkündung.

Wir sind sehr glücklich!

Artikel in der türkischen Zeitung Radikal

Artikel in der BaslerZeitung